Arbeiten und weiterstillen

März 2019, Bern

Ausser Haus arbeiten und weiterstillen muss kein Widerspruch sein. So klappt der Wiedereinstieg nach dem Mutterschaftsurlaub. Erprobte Tipps für den Übergang und das Abpumpen.

Die WHO empfiehlt, sechs Monate ausschliesslich zu stillen. In der Schweiz fallen diese sechs Monate häufig zusammen mit dem beruflichen Wiedereinstieg der Frau – und so sehen sich stillende Mütter oft mit einem doppelten Bruch konfrontiert: «Soll ich nicht gleich ganz aufhören mit dem Stillen, wenn ich wieder arbeite?» «Das wird doch sowieso super mühsam, und sechs Monate reichen ja im Grunde.» – Stillen wird zudem fälschlicherweise noch immer für so vieles verantwortlich gemacht: dass das Kind schlecht schläft; dass es sich von niemandem sonst betreuen lässt; dass es nicht vom Fläschchen trinkt. Da ist es nicht verwunderlich, wird das Stillen auch als erstes «geopfert», wenn die Hürde der Rückkehr ins Berufsleben ansteht.

Zudem werden Frauen hierzulande immer noch häufig schief angeschaut, wenn sie grössere Kinder stillen. Die gesellschaftlichen Normwerte fürs «richtige» Stillen sind in der Schweiz äusserst eng definiert: Die ersten paar Monate unbedingt, sonst steht die Mutter schnell unter dem Verdacht, nicht genug hingebungsvoll zu sein und es «nur nicht richtig versucht» zu haben. Aber nach 6 Monaten ist dann aber auch genug. «Stillst du immer noch?» – diese simple Frage, in der so viel mitschwingt, hört wohl jede Stillende x-fach, wenn sie länger als «üblich» stillt. Dabei ist die Liste der Vorteile des langfristigen Stillens fast endlos lang, und die WHO empfiehlt eben auch, Kinder auch nach Einführung der Beikost bis zum Alter von zwei Jahren und länger zu stillen.

Den vollständigen Text gibt es hier.

Text: Sarah Pfäffli

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