Daheim im senkrechten Dorf

April 2017, Bern

Die Familie Messerli Lokaj lebt im 12. Stock eines Wohnblocks in Bern Bethlehem. Und würde nirgends lieber wohnen: Berns Westen biete viel.

Die Emotionen gehen hoch, wenn Sarah und Nexhat über ihr Quartier sprechen. Sarah ist hier verwurzelt, fühlt sich wohl, präsidiert sogar den Quartierverein Bethlehemacker. Nexhat kam zu Beginn der 90er-Jahre mit der Familie aus dem Kosovo nach Bern, sein Vater war einer der ersten Gastarbeiter aus dem kriegsgeschädigten Ex-Jugoslawien. Seither wohnt er in diesem Block und fühlt sich gut integriert. Dass er hier nun Hauswart ist – ein Vollzeitjob auf 20 Stockwerken – mache ihn sehr stolz, sei zu Beginn aber alles andere als einfach gewesen, auch aufgrund seiner Herkunft.

Das Durchhalten hat sich gelohnt. Nexhat ist beliebt, an Weihnachten wird die Familie mit Panettone, Wein und anderen Leckereien beschenkt. «Ich bin sehr dankbar. Meine Arbeit ermöglicht mir, die Mittagspausen mit den Kindern zu verbringen», sagt er in breitem Berndeutsch und lächelt zufrieden.

Den vollständigen Text gibt es hier.

Text: Rea Wittwer

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